Ich bin zurück!

Hallo Ihr Lieben!

Sehr lange Zeit habt Ihr nichts mehr von mir gehört. Und nun komme ich gestärkt und mit großen Neuigkeiten zurück. In den letzten zwei Jahren ist wahnsinnig viel mit mir passiert. Ich habe mich zurückgezogen, weil ich viel zu verarbeiten hatte. Mein zweiter Roman kam gerade raus, da traf ich auf meinen ehemaligen Partner. Und nach langer Zeit alleine, wurde es Zeit diesem Teil im Leben wieder mehr Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen.

In diesem Zusammenhang kam auch ein Thema auf, dass ich früher gerne komplett verschwiegen habe. Ich bin sehr krank. Habe eine Muskelerkrankung, die meine Kräfte schwächt und meine Bewegungen erschwert. Aus diversen Gründen bin ich dem lange aus dem Weg gegangen. Doch ein neuer Partner brachte auch Mut und Hoffnung auf eine wie auch immer geartete Chance auf Verbesserung, nachdem es in den Jahren zuvor immer nur bergab gegangen ist. Und so machte ich mich auf, diesem Teil in meinem Leben ins Auge zu sehen. Und ich bekam endlich eine Diagnose, nach über zwanzig Jahren der Unwissenheit. Ich habe Morbus Pompe.

Noch nie gehört? Ging mir auch so! Kein Wunder, gehört die Krankheit doch zu einer der vielen „seltenen“ Erkrankungen. Nur etwa 300 Menschen teilen in Deutschland mein Schicksal. Weltweit etwa 10.000 Menschen. Nicht gerade sehr viele. Es ist eine Glykogenspeicherkrankheit. Ich will Euch gar nicht langweilen mit Fachbegriffen und gefährlichem Halbwissen. Es gibt viele qualifizierte Seiten, die auf deutlich fundierteren Erkenntnissen diese Krankheit und ihre Auswirkungen beschreiben können. Doch es ist eine unheilbare Muskelerkrankung, die zum Glück allerdings medikamentös behandelt werden kann. Doch meine Muskeln werden trotzdem immer weiter abbauen. Und ich werde immer weniger Kraft haben.

Die ganze Geschichte von dem Weg zur Diagnose, über die ersten grauen Gedanken im Hinblick auf meine Zukunft, über die Frage was macht das mit einer Beziehung, bis ganz hin zu was macht es mit mir habe ich in Form von Tagebucheinträgen niedergeschrieben. Als ich schließlich im Winter letzten Jahres mein persönliches Happy End geschenkt bekam, habe ich meinen „Roman“ nach über zweihundertneunzig Seiten abgeschlossen. Eigentlich war es zu Beginn nichts weiter als ein Versuch die Gedanken in mir zu sortieren und aufzuschreiben. Doch schnell wurde irgendwie mehr daraus. So haderte ich lange mit mir, ob ich schon genug Mut habe diesen Teil von mir an die Öffentlichkeit zu bringen.

Zunächst bat ich ein paar Freunde, die Zeilen zu lesen. Ich wollte herausfinden, ob das was ich da in mehr als einem Jahr heruntergeschrieben hatte tatsächlich irgendwas ist, mit dem andere auch was anfangen können. Und während ich diese Zeilen tippe, wird mir bewusst, dass es mir bei meinem allerersten Roman genauso ging. Sie konnten und ich beschloss, dass es Zeit wird das Schweigen zu brechen. Zeit wird das Schweigen, dass ich mir selbst auferlegt hatte, auf den Müll zu werfen. Schwäche wird nicht kleiner, wenn man sie vor anderen versteckt. Wenn man sie abstreitet und vehement verleugnet. Im Gegenteil. Ich habe es so getan, viel zu lange in meinem Leben. Und nun möchte ich eine neue Ära beginnen. Ich will mich nicht länger dafür verstecken, wer ich bin.

Aus diesen Gründen bin ich heute besonders stolz Euch sagen zu können, dass ich meinen dritten Roman in Kürze veröffentlichen werde. Die Daten wurden bereits an den Verlag Books on Demand übergeben. Dort wird er nun für die Verbreitung über die üblichen Handelswege aufbereitet. Er sollte Euch bis spätestens Anfang August zur Verfügung stehen.

Ich freue mich sehr darauf, meinen neuen Roman und all die Gedanken, die in ihm schlummern, mit Euch zu teilen und hoffe, dass wir gemeinsam darüber reden werden.

In freudiger Erwartung lasse ich Euch liebe Grüße da!

Sandra Meijer

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