Die Sache mit dem Pseudonym

Hallo Ihr Lieben!

Nach einer etwas längeren Abwesenheit melde ich mich heute endlich wieder zurück. Leider ist in meinem Leben gerade an anderer Stelle ziemlich viel los. Und das hat mich ganz schön in Beschlag genommen. Aber Ihr seid natürlich nicht vergessen. Auch in meinem „Autorinnenleben“ ist viel los. Eine Lesung vor 60 (!) Leuten habe ich letzte Woche machen dürfen. Das war wirklich toll und spannend. Außerdem arbeite ich immer wieder auch an zwei (!) Romanen aktuell. Aber ob das was wird… wir werden sehen.

Heute melde ich mich erst mal mit einer Frage zurück, die ich ganz oft gestellt bekomme. Wieso ein Pseudonym und warum Sandra Meijer?

Es begab sich vor langer langer Zeit..

…genauer gesagt 2009. Da habe ich eine Zusage für meinen absoluten Traumjob bekommen. Ich durfte als Projektsekretärin für einen Einsatz in unser wunderschönes Nachbarland. Die Niederlande und ich, wir haben schon fast zwanzig Jahre eine sehr innige Beziehung. Aber bis dato hatte sich diese rein auf privater Ebene bewegt. Nun sollte ich endlich endlich endlich auch einen „Alltag“-Modus erleben dürfen. Das war und ist bis heute eines der großen Abenteuer in meinem Leben.

Ich machte mich also mit Sack und Pack auf den Weg in Richtung Norden. Und ich blieb ganze vier Jahre. Ich hatte in so vielen Dingen unfassbares Glück. Mein Heim in dieser Zeit war in einem kleinen Dorf. Meine Vermieter waren auch zeitgleich meine Nachbarn und bis heute verbindet uns auch eine Freundschaft.

Regelmäßig verbrachte der Kater der Familie seine Zeit (auch) bei mir. Ob zum Aufwärmen im kalten Winter. Als Feriendomizil oder einfach nur um die tägliche Dosis Streicheleinheiten und Leckereien abzuholen.

Bis heute sind mir so viele wunderschöne Begebenheiten tief ins Gedächtnis eingebrannt. Ob von dem Leben auf dem Dorf im „Grunningse“ Land, der Arbeit mit tollen Kollegen oder von der Offenheit und Herzlichkeit der Leute.

Einen ganz besonderen Platz in dieser Erinnerung hat meine damalige niederländische Kollegin. Zwei der vier Jahre saßen wir jeden Tag im gleichen Büro und arbeiteten Seite an Seite. Wir hatten so unglaublich viel Spaß und konnten uns an schweren Tagen zu hundert Prozent aufeinander verlassen.

Wir hatten eine tolle Zeit da oben! Und ich bin wirklich ein absolutes Glückskind! Nicht nur, weil ich diesen Job machen durfte. Sondern weil ich auch auf so viele tolle Menschen getroffen bin. Und bis heute hält der Kontakt mit den meisten von Ihnen (thx to Facebook und Co.) an.

Machen wir einen kleinen Sprung ein paar Jahre weiter.

Wir schreiben das Jahr 2016. Seit drei Jahren bin ich schon wieder zurück im alten Heimatland. Ich habe gerad einen Roman geschrieben. Und naiv wie ich bin, wollte ich mein Privatleben, mein Berufsleben und mein Leben als Autorin schon hübsch voneinander getrennt halten. Das ist leider gar nicht so einfach. Denn nur wer schon erfolgreich ist, darf das Pseudonym auch als Namen wirklich benutzen. Aber trotzdem entschied ich mich für dafür, mit Pseudonym zu veröffentlichen.

Ich wollte keinen Fantasienamen. Und auch mein eigener Vorname sollte mir bleiben, denn ich wollte mich nicht auf einen anderen Rufnamen trainieren müssen. Also sollte es ein „realer“ oder zumindest real-wirkender Nachname werden.

Mir fiel wieder die tolle Zeit in den Niederlanden ein. Und meine Lieblingsarbeitskollegin (ik hou van je schattie!!!). Und ich fand die Idee spitze!!! Original heiße ich Schmit (mit einem t). Also ein „Allerweltsname“ mit einer Besonderheit. Und meine Kollegin hieß (sie hat inzwischen geheiratet) Meijer mit Nachnamen. Ebenfalls ein häufiger Nachname mit einer kleinen Besonderheit.

Und je länger ich darüber nachdachte, desto besser fand ich die Idee. Also schrieb ich ihr eines Abends eine Nachricht und fragte sie, ob sie mich „heiraten“ wolle. Bzw. ob ich ihren Nachnamen für meine Romane nutzen dürfe. Sie war genauso begeistert wie ich und mein Pseudonym war geboren:

Meijer wie Schmit. 🙂 Manchmal liegt das Gute so nah! Und? Was denkt Ihr? War es eine gute Idee?

Übrigens… schon beim ersten Zeitungsartikel war es dann vorbei mit dem Verstecken hinter einem Pseudonym. Der liebe und großartige Journalist, der für die Westfälischen Nachrichten den allerersten Artikel über mich verfasste (ihr findet den Link im Bereich Presse) schrieb nicht nur mein Pseudonym, sondern auch meinen „Klarnamen“. 🙂 Tja ja…

Aber Ihr dürft eh lieber „Sandra“ zu mir sagen!! 🙂

Liebe Grüße!
Sandra

Ps.: Happy new year Euch allen! Etwas spät, aber nicht vergessen….

2 Replies to “Die Sache mit dem Pseudonym”

  1. Liebe Sandra,

    find ich super, die Idee zum Pseudonym. Und die Geschichte zur Idee zum Pseudonym finde ich sogar noch besser.

    Und? Wirst Du jetzt, wo das Geheimnis gelüftet ist, im Berufsleben eigentlich viel auf Deinen „Nebenjob“ angesprochen? Fände ich ja zugegebenermaßen ziemlich beeindruckend, wenn meine Arbeitskollegin „nebenbei“ mal eben ein paar Bücher schreibt.

    Lese gerade Dein zweites Buch. Bisher nimmt es mich voll mit. Spitze!

    Viele Grüße

    Maik

  2. Hallo lieber Maik!

    Vielen lieben Dank für Deine Nachricht! Ja, in der Tat werde ich auf der Arbeit mal darauf angesprochen. Aber das mag auch an den Zeitungsartikeln liegen, die in meinem Büro hängen. 🙂

    Schön, dass Dir mein Roman gefällt! Hab viel Spaß beim Lesen!

    Liebe Grüße
    Sandra

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.